|803 Eine Methode um Atemschutzmasken auf den optimalen Sitz im Gesicht des Anwenders zu überprüfen. Warum wird der Passformtest durchgeführt? Um einen maximalen Schutz zu erlangen, muss ein guter Kontakt zwischen Haut und Maske hergestellt werden, damit die Maske perfekt abdichten kann. Gesichtsformen sind unterschiedlich und es ist unwahrscheinlich, dass ein Modell bei allen Anwendern passt. Schlechter Sitz reduziert den Schutz des Anwenders Ebenso ist es wichtig zu prüfen ob der Anwender die Maske richtig anlegt. Der richtige Sitz bei allen Tätigkeiten ist die Voraussetzung um Gefährdungen zu vermeiden. Qualitativer Passformtest Qualitativer Passformtest - Mit Hilfe einer Testsubstanz wird der Sitz und Schutz der Atemmaske getestet. Dieser Test ist relativ einfach und findet bei Halb- und Feinstaubmasken Anwendung. Für Vollmasken ist der Test jedoch nicht geeignet. Beispiele für den qualitativen Passformtest: Das Versprühen von Süß- , Bitter- bzw. Geruchsstoffen. Quantitativer Passformtest: Es wird eine spezielle Ausrüstung benötigt und ist möglich für Voll- und Halbmasken. Quantitative Passformtests können eine objektive Bewertung der Dichtheit liefern: den Fit Test Faktor. Je höher der Fit Test Faktor ist, desto höher ist die Dichtheit zwischen Maskenkörper und dem Gesicht des Anwenders. Ein höherer Passungsfaktor bedeutet, dass das Gesichtsteil während des Tests einen guten Kontakt zwischen dem Maskenkörper und dem Gesicht erreicht hat. Sowohl qualitative als auch quantitative Passformtests werden von HSE genehmigt und müssen von einem erfahrenen Fit2Fit akkreditierten Passformtester oder einer kompetenten Person durchgeführt werden, die nach der HSE-Norm geschult sind. WAS IST DER PASSFORMTEST FÜR GESICHTSMASKEN Einwegmasken Auswahl FFP3 FFP2 FFP1 Mindestfiltration % 99% 94% 80% Total Inward Leakage (TIL) 2% 8% 22% Nominal Protection Factor (NPF) 50 x WEL 12 x WEL 4 x WEL Ausgewiesener Schutzfactor (AFP) 20 x WEL 10 x WEL 4 x WEL WEL: Grenzwert für die Exposition am Arbeitsplatz Schadstoffkonzentration, der der Benutzer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgesetzt werden kann TIL: Gesamt Eintrittsleckage Kombinierte Leckage der Umgebungsatmosphäre in das Gesichtsteil über das Filtermedium, das Ventil und die Gesichtsdichtung. NPF: Nennschutzfaktor Nominal Protection Factor-Schutzfaktor des Atemschutzes (unter Laborbedingungen). APV: Nennschutzfaktor Schutzniveau, das realistischerweise unter realen Arbeitsplatzbedingungen erwartet werden kann. DOLOMITTEST (D): Verstopfungstest nach EN149 mit Dolomitstaub. Atemschutzmasken, die den Dolomitverstopfungstest bestehen, bieten nachweislich ein angenehmeres Atemniveau und länger anhaltende Filtrationsleistungen. Diese Atemschutzmasken sind mit dem Buchstaben “D” gekennzeichnet. Die Prüfung auf Dolomit ist für Einweg-Atemschutzmasken “NR” fakultativ und für wiederverwendbare “R”-Atemschutzmasken obligatorisch. EN-NORMEN: ATEMSCHUTZGERÄTE EN149:2001+A1:2009 ATEMSCHUTZGERÄTE - FILTRIERENDE HALBMASKEN ZUM SCHUTZ GEGEN PARTIKEL. Diese Europäische Norm behandelt partikelfiltrierende Halbmasken, d. h. Einweg-Staubmasken. Mit der Änderung A1:2009 werden diese nun entweder als nicht wiederverwendbar (NR) nach einer Arbeitsschicht oder als wiederverwendbar für mehr als eine Schicht (R) eingestuft. TERMINOLOGIE
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